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Yang Jun Berlin Köln Hamburg

Beurteilungen/ Analysen/ Hintegründe von Dr. Langhoff

Ich lernte Yang Jun bereits vor recht langer Zeit kennen als Yang Jun seinen Großvater Yang Zhenduo auf dessen Lehrgängen begleitete und ihm assistierte. Diese Seminare in Schweden habe ich in guter Erinnerung. Sie waren stets im Sommer und man konnte sehr viele Stunden in der freien Natur üben! Damals habe ich viele neue Freunde gewonnen.

Es war auch ein sehr schönes Seminarhaus, das in der Nähe von Stockholm idyllisch auf einer Halbinsel gelegen war. Zwischendurch korrespondierten wir per Fax zwischen Deutschland und China - Yang Jun arbeitete damals in einem Reisebüro in Shanxi und das war sehr hilfreich für den schnellen Austausch mit seinem Großvater, der damals einer meiner chinesischen Lehrmeister war.

Von einem "offiziellen Yang Chengfu Center" wird zwar immer behauptet, Yang Jun hätte seinen Großvater Yang Zhenduo stets in Europa begleitet aber das ist unwahr. Auf Yang-Zhenduo-Seminaren in Frankreich die ich besuchte, war Yang Jun kein einziges Mal dabei.

Auf den Taiji-Seminaren in Schweden hielt sich Yang Jun fast immer im Hintergrund, bis Yang Zhenduo ihn bat, eine bestimmte Bewegung vorzumachen. Yang Jun muss damals durch sein vieles Beobachten aus dem Hintergrund heraus sehr viel über Westler und ihre Art zu lernen und zu üben gelernt haben. Er konnte damals noch kein Englisch und dennoch erfasste er, so schien es uns, den Sinn unserer Fragen besser und schneller als sein Großvater. Dies war dann manchmal recht amüsant und wir haben viel geschmunzelt.

Diese gute Auffassungsgabe von Yang Jun war dann auch hilfreich in Hamburg 1995, als er parallel zum Unterricht seines Großvaters einen eigenen Kurs für meine Anfänger leitete, die damals die Yang-Taiji-Form nur bis zum Kreuz Konnten. Er freute mich, dass Yang Zhenduo meinem Wunsch folgte und seinem Enkel das erlaubte. Er machte das auch ganz gut und meine Schüler waren zufrieden, zumal Teo Meimei, die auch aus Schweden mitgekommen war, Yang Jun unterstützte und auch dolmetschte.

Heute - viele Jahre später - sehe ich Yang Jun bekanntlich mit anderen Augen. Da ich mich bereits seit 1969 mit östlichen Künsten praktisch befasse und auch damals schon viel Forschung betrieb, wußte ich natürlich bereits damals, dass vieles nicht stimmen konnte, was die beiden Meister sagten. Doch ich blendete das aus und schob manch Ungeklärtes auf möglicherweise fehlerhaftes Dolmetschen. Etliches war mir damals auch nicht so wichtig.

Bei einem gemeinsamen Essen während eines Seminars in Schweden mit Meister Yang, Yang Jun und Teo Meimei wurde geplant, enger mit der Yang-Familie zu kooperieren und regelmäßige Lehrgänge in Hamburg abzuhalten. Yang Jun und Yang Zhenduo waren einverstanden und freuten sich bereits sehr darauf. Später nachgeschobenen Bedingungen konnte und wollte ich als Vorstand des Tai Chi Zentrums Hamburg jedoch nicht erfüllen. Der Verein hätte ein Yang Chengfu Tai Chi Chuan Center Hamburg werden müssen mit vertraglich fixierten Einschränkungen, die nicht zu akzeptieren waren für mich als wissenschaftlich-objektiv forschenden Taiji-Lehrer.

Rückblickend habe ich dies keinen Moment bedauert - der Verein ist unabhängig geblieben, Ideologie-frei und muss auch keine Gebühren ins Ausland zahlen. Schwer gefallen ist mir jedoch "illoyal" zu werden, denn ich bin Meister Yang Zhenduo zu großem Dank verpflichtet. Doch in der Geschichte der "Chinese Martial Arts" sind solche Abspaltungen normal. Etliche meiner Kollegen von damals haben es ähnlich gemacht wie ich. Loyalität abzuschütteln hat auch viel Positives und Fruchtbares - für die eigene Entwicklung und auch für die Entwicklung meine Schüler.

Ich empfinde mich als Sprungbrett für meine Schüler - sie sollen von mir nehmen, was ihnen nützlich erscheint und sich weiterentwickeln können. Sie sollen innerlich gefestigt in sich ruhen und keine "gefilterten" Antworten auf ihre Fragen bekommen.

Ich unterrichte so objektiv wie möglich und versuche mit Argumenten zu überzeugen. Ich bin ein Fan des "Fakten-Checks". Mit dem im Verband erstellten sehr umfangreichen Daten-Fundus lässt sich kontrovers Diskutiertes häufig mit einem einzigen Knopfdruck klären. Der Daten-Fundus wird ständig erweitert. Aktuellen Updates stehen im Internet allen Lehrern frei zur Verfügung, obwohl das Projekt einiges Geld kostet.

Yang Jun leitet seit einiger Zeit auch in Deutschland jährlich ein Seminar. Da ich mich innerlich von der Yang-Familie gelöst habe, besuche ich diese Seminare natürlich nicht. Yang Jun unterrichtet alle zwei Jahre im Turnus in Berlin und Köln.

Viele Teilnehmer der Kurse in Köln und Berlin kenne ich selbstverständlich.

Es ist kaum einer dabei von denen, die mit mir in frühen Zeiten von Yang Zhenduo in Schweden gelernt haben. Selbstverständlich hat Yang Jun nicht das Format seines Großvaters. Für "alte Hasen" ist Yang Juns Unterricht in Berlin und Köln naturgemäß auch nicht zugeschnitten. Wie ich höre, sind immer viel zu viel Neulinge dabei, um eine wesentliche Vertiefung für die Fortgeschrittenen zu gewährleisten. Das ist schon deswegen unmöglich, weil Yang Jun pro Jahr in Deutschland nur einige wenige Stunden unterrichtet.

Manche Teilnehmende in Berlin und Köln haben vorher auch meine Kurse besucht und ich habe den Kontakt zu ihnen verloren. Überhaupt ist es ja so, dass ich leider sehr viele der Absolventen unserer DTB-Lehrer-Ausbildung später nie wiedersehe - das liegt an dem DTB-Konzept, das eine Krankenkassen-Zertifizierung ermöglicht. Dadurch haben wir viele Menschen, die einen bestimmten, klar abgrenzbaren Abschluss anstreben und das Tai Chi nicht als einen Lebensweg für sich wollen.